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Belgien feiern trotz Staatskrise, Erzbischof betet für Verständnis

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Belgien feiern trotz Staatskrise, Erzbischof betet für Verständnis

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Mit einer traditionellen Militärparade haben die Belgier der Staatsgründung vor 178 Jahren gedacht. König Albert II hatte am Vorabend des Nationalfeiertags Flamen und Wallonen zur Solidarität aufgerufen. Vergangene Woche hatte er das Rücktrittsgesuch Yves Letermes abgelehnt. Der Ministerpräsident war mit einer Staatsreform gescheitert.

Zahlreiche Bürger sehen das Königreich noch nicht am Ende. An der Pforte der St. Michel et Gudule-Kathedrale begrüßten sie König, Königin und Kabinett. Nur Leterme kam durch eine Seitentür. Medien vermuteten, er wolle nicht an seinen Auftritt vom vergangenen Jahr erinnert werden. Damals hatte der Flame vor Journalisten die französische Hymne angestimmt.

Der Regierungschef bleibt mit seiner Fünf-Parteien-Koalition im Amt. Um die heikle Staatsreform aber sollen sich drei Vermittler kümmern. Er akzeptiere die königliche Entscheidung, so Leterme. Aber auch die Verfassung müsse beachtet werden. Vergangene Woche, am 15. Juli, habe es in der Regierung keine Mehrheit gegeben.

Der Brüsseler Erzbischof Kardinal Godfried Danneels bat um Segen und Frieden für das Land und um gegenseitiges Verständnis zwischen den beiden Gemeinschaften und allen Bürgern.