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Belgiens König verlangt Solidarität.

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Belgiens König verlangt Solidarität.

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Zum heutigen belgischen Nationalfeiertag hat König Albert II seine Untertanen zu Toleranz und Solidarität ermahnt.

Seit Monaten schwelt die Staatskrise, denn frankophone Wallonen und niederländisch sprechende Flamen streiten um mehr politischen und wirtschaftlichen Einfluß.
Die Fünfparteienkoalistion brauchte 286 Tage bis sie regieren konnte – solange wie nie zuvor in Belgien.

Und eine Staatsreform bekam die neue Regierung nicht hin. Nun ist die Krise da und Albert kann nur noch appellieren:” Wir müssen neue Formen des Zusammenlebens in unserem Land finden. Mein Bruder sah in den Werten Gerechtigkeit und Solidarität die Grundlage für unsere Gesellschaft.”

Der christdemokratische Miniisterpräsident Yves Leterme plante die Staatsreform mit den Liberalen beider Landesteile und den frankophonen Sozialisten. Das ist gescheitert. Leterme wollte am Donnerstag zurücktreten, doch der Könnig lehnte dies ab. Nun sollen drei Vermittler bei der überfälligen Neuordnung des Zusammenlebens von Flamen und Wallonen helfen.

Dabei spielt die 70.000 Einwohner zählende Deutsche Gemeinschaft im Osten Belgiens eine zentrale Rolle.

Seit einem Jahr lernt der amtierende Ministerpräsident, das die Brabanbconne die belgische Nationalhymne ist.

Bis Mittwoch hat er noch Zeit, erst dann muß er sich wieder den Abgeordneten im Parlament stellen.