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Erster Prozess vor US-Sondergericht auf Guantanamo-Stützpunkt

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Erster Prozess vor US-Sondergericht auf Guantanamo-Stützpunkt

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Auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo auf Kuba hat der erste Prozess vor einem Sondergericht für “feindliche Kämpfer” begonnen; so werden die Häftlinge des umstrittenen Gefangenenlagers von den USA bezeichnet.

Als erster muss sich Salim Achmed Hamdan verantworten, der ehemalige Fahrer des Terroristenchefs Osama bin Laden. Dem Angeklagten wird Verschwörung sowie Unterstützung von Terroristen vorgeworfen. Ihm drohen zwanzig Jahre Haft.
Er bekannte sich “nicht schuldig”.

Seine Anwälte hatten noch vergangene Woche versucht, eine Eröffnung des Verfahrens zu verhindern. Die Verfahren vor dem Sondergericht sind umstritten, weil die Angeklagten weniger Rechte als in normalen Militärprozessen oder Zivilverfahren haben. Schon im März war ein Mitglied von Osama bin Ladens al-Kaida-Netzwerk vor dem Tribunal erschienen: Khalid Scheich Mohammed, der mutmaßliche “Chefplaner” der Anschläge vom 11. September 2001.