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WTO vor entscheidener Sitzungswoche in Genf

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WTO vor entscheidener Sitzungswoche in Genf

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In Genf kommen in dieser Woche Vertreter der Welthandelsorganisation zusammen. Es könnten die letzten Verhandlungen sein. Nach sieben Jahren Gezerre wäre ein Scheitern der Doha-Runde fatal, sagten im Vorfeld Spitzenpolitiker der gut 150 Teilnehmerstaaten, so auch EU-Kommissionspräsident Barroso. Pacal Lamy, der Generaldirektor der WTO, warb noch einmal für eine Einigung im Streit um Zölle und Zuschüsse. Alle Staaten könnten davon profitieren.

Doch Streit gibt es bereits innerhalb der EU. Frankreich und Irland hatten Handels-Kommissar Peter Mandelson vorgehalten, nicht hart genug zu verhandeln. Bei einem Treffen am Freitag betonten die Minister ihre Kompromissbereitschaft, sahen die Chancen für eine Einigung aber skeptisch. Als Zeichen des guten Willens hatte die EU-Kommission, die die Mitgliedsstaaten bei der WTO vertritt, eine Senkung der Bananenzölle abgeboten.

Die 2001 begonnen Doha-Verhandlungen sollen den Welthandel weiter liberalisieren. Während die USA und die EU verlangen, dass die Zölle auf ihre Industrieprodukte gesenkt werden, fordern die Schwellenländer um Brasilien, China und Indien einen Abbau der Agrarsubventionen. Auch die gegenwärtige Lebensmittelkrise erhöht den Druck auf eine Einigung.