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Endlich.Simbabwes Konfliktparteien verhandeln.

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Endlich.Simbabwes Konfliktparteien verhandeln.

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Zum ersten Mal seit zehn Jahren saßen sie wieder gemeinsam an einem Tisch, schüttelten sich die Hand. Simbabwes greiser Präsident Robert Mugabe und sein politischer Gegenspieler Morgan Tsvangirai vereinbarten die Aufnahme von Verhandlungen über eine neue Machtverteilung im Land.

Auch mit dem Nachbarland Südafrika soll noch in dieser Woche Verhandlungen aufgenommen werden. Einmischungen von außen wünschen beide Politiker nicht. Robert Mugabe sagte: “ Wir haben alle Einflüsse gekappt. Einflüsse aus Europa oder Amerika auf uns. Wir mussten reagieren. Wir haben das viel zu selten getan. Jetzt handeln wir als Simbabwer.” Der Oppositionsführer teilt diese Auffassung. Morgan Tsvangirai meinte: “ Dies ist eine gemeinsame Anstrengung. Sie verlangt Toleranz, Kompromißfähigkeit. Wir müssen alle Anstrengungen als Simbabwer unternehmen, damit die Verhandlungen erfolgreich enden.”

Während der umstrittenden Präsidentenwahl am 29. März war es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in Simbabwe gekommen.

Robert Mugabe hatte sich nach der Stichwahl zum Präsidenten küren lassen, aller internationalen Kritik zum Trotz. Morgan Tsvangirai war wegen gewaltsamer Übergriffe auf seine Anhänger nicht mehr zur Wahl erschienen. Seine Anhänger erkennen Mugabes Sieg nicht an. Die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen sind in die aktuellen Verhandlungen einbezogen. Das war eine Hauptforderung von Oppositionsführer Tsvangirai.