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Vodafone und Ericsson enttäuschen

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Vodafone und Ericsson enttäuschen

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Der weltgrösste Mobilfunkkonzern Vodafone hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Damit reagierte das britische Unternehmen auf die Konjunkturschwäche in Europa. Zwar stieg der Umsatz im zweiten Quartal um knapp 20 Prozent. Dieses Ergebnis konnte aber nur durch Zukäufe erreicht werden. Das Wachstum aus eigener Kraft lag lediglich bei 1,7 Prozent.

Weil der europäische Markt weitgehend gesättigt ist, geht Vodafone verstärkt in Wachstumsmärkten in die Offensive. Alleine in Indien konnte Vodafone von April bis Juni fünf Millionen neue Kunden gewinnen. In Südafrika, Kenia und Ägypten läuft das Geschäft ebenfalls gut. Vor allem Einfach-Mobilfunktelefone sollen den Menschen in den Schwellenländern Lust aufs Telefonieren machen. Die Geräte haben weniger Funktionen und sind somit billiger.

Doch trotz der guten Aussichten außerhalb Westeuropas sind die Anleger anscheinend pessimistisch. Telekomaktien an den Börsen gaben deutlich nach.

Auch der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson ist nicht zufrieden mit dem Geschäft. Im zweiten Quartal brach der Nettogewinn von 675 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro ein. Der Konzern hatte vor kurzem bereits ein Sparprogramm gestartet, dass auch Entlassungen vorsieht.