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Renault: 5000 Jobs weg

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Renault: 5000 Jobs weg

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Der französische Autobauer Renault will die Kosten senken und rund 5000 Stellen streichen. Mit dieser Maßnahme reagiert der Konzern auf die steigenden Rohstoffkosten, den starken Euro und die Finanzmarktkrise. Insgesamt sollen in den nächsten zwei Jahren rund 850 Millionen Euro eingespart werden.

Trotz der angespannten Lage hat Renault ein gutes Halbjahr hinter sich. Der Gewinn stieg auf 1,4 Milliarden Euro. Das war fast ein Drittel mehr als Vorjahreszeitraum. Für den Konzern steht aber fest: Am Sparkurs kommt man nicht vorbei, so Vorstandschef Carlos Ghosn. Er sagte: “Es besser, aus einer Position der Stärke heraus zu handeln als in einer Krise. Dann wären wir gezwungen, viel dramatischere Entscheidungen zu treffen.”

Die Gewerkschaft CGT geht von einem noch größeren Umfang aus und befürchtet die Streichung von 6.000 Stellen. Dort kann man die Kostensenkungen nicht verstehen. Vincent Nevue von der CGT sagte: “Gewöhnlich ist es doch so: Man machte Defizite, die einen in Schwierigkeiten bringen. Heute macht man Milliarden-Gewinne und man sagt, man sei in Schwierigkeiten. Das ist wirklich schwer zu verstehen.”

Betroffen ist vor allem das französische Werk Sandouville. Dort wird das Familienauto Laguna gebaut, das sich schlechter verkauft als erwartet.