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Großbritannien: Mahnbriefe an Musikpiraten

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Großbritannien: Mahnbriefe an Musikpiraten

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Wer in Großbritannien illegal Musik runterlädt, konnte bald Post bekommen. Sechs britische Provider haben sich verpflichtet, Mahnbriefe an Kunden zu verschicken, die verdächtigt werden, Urheberrechtsverletzungen begangen zu haben.

Das Abkommen wurde auch vom Wirtschaftsministerium und der britischen Musiklobby unterzeichnet. “Uns haben Jugendlichen gesagt, sie denken, Downloads kämen nie raus”, sagt Feargal Sharkey von der Organisation. “Als wir sie dann aber fragen, ob sie aufhören würden, wenn jemand sie aufforden würde, sagten die allermeisten, ja sofort.”

In der Londoner Musikszene wurde die Regelung begrüßt. Musiker wie “Rosie and the Goldbug” brauchen die Einnahmen aus Verkäufen, um neue Songs zu produzieren. “Wenn Leute kostenlos Songs downloaden ist das ärgerlich, weil wir nichts dafür kriegen.”, sagt Sarah Morgan von der Band. Auf die Frage, ob die Mahnbriefe Auswirkungen haben werden, sagt Lee Mathews von der Band: “Ich denke ja, die Leuten wissen dann, das es falsch ist.”

Das Abkommen soll zunächst für drei Monate gelten.
Sanktionen gegen die beim Downloaden Erwischten soll es vorerst aber nicht geben. Inzwischen kommen immer noch auf einen legal kopierten Song 14 illegale.