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Neun EU-Staaten preschen beim Scheidungsrecht vor

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Neun EU-Staaten preschen beim Scheidungsrecht vor

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Die Zusammenarbeit in der Europäischen Union bei der Verbrechensbekämpfung und ein einheitliches europäisches Scheidungsrecht standen auf der Agenda eines Treffens der EU-Justizminister in Brüssel. Bei der Verbrechensbekämpfung geht es vor allem um die Organisierte Kriminalität. Die Ratsvorsitzende, die französische Justizministerin Rachida Dati sagte, es gebe nun eine Vereinbarung darüber, dass EUROJUST, das Europäische Juristische Netzwerk gestärkt wird. Das bedeute einen größeren Datenaustausch zwischen den Unterzeichner-Staaten sowie Informationspflicht, wenn ein Fall mindestens drei Staaten betreffe. Diese Kooperation ergänze die Zusammenarbeit in Sachen Strafverfolgung, fügte sie hinzu.

Weitaus interessanter für die Bürger Europas dürfte jedoch der Streit um ein einheitliches Scheidungsrecht sein. Weil man sich nicht einig wird, übernehmen neun Staaten nun eine Vorreiterrole. Bereits am kommenden Montag soll diese Initiative konkrete Formen annehmen. Jährlich lassen sich in Europa 170.000 binationale Paare scheiden, was wegen der unterschiedlichen Gesetzeslage oft ein Hindernislauf ist.