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Obama begeistert bei Auftritt in Berlin

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Obama begeistert bei Auftritt in Berlin

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Für viele in Europa ist der Ausgang der amerikanischen Präsidentenwahl schon klar – George
Bush muss ohnehin gehen, sein Nachfolger kann nur
Barack Obama heißen.

Zuerst aber einmal muss der Kandidat der Demokratischen Partei dazu die Wahl gewinnen, gegen John McCain von den Republikanern. Im Vergleich mit ihm fehlt Obama vor allem
außenpolitische Erfahrung.

Hier will er Punkte sammeln – wie jetzt auf seiner Europareise. Im Mittelpunkt: seine Rede vor zweihunderttausend Anhängern in Berlin.

In Europa habe sich die Ansicht durchgesetzt, dass durch Amerika vieles in der Welt schiefgelaufen sei, beklagt Obama; es gelte nicht mehr als positive Kraft.

Obama hebt auch hervor, dass es für die USA keinen
besseren Verbündeten gebe als Europa. Weltweit müssten neue Brücken gebaut werden, so stark wie die, die beide über den Atlantik hinweg verbinde.

Zum ersten Mal trifft Obama auch die deutsche Bundeskanzlerin. Von einem sehr offenen Gespräch ist danach offiziell die Rede, bei dem es vor allem um internationale Krisenherde ging.

Auch John McCain setzt an diesem Tag auf Deutsches – beim Bratwurstessen in einer deutschen
Gaststätte in der Stadt Columbus. Obamas jetzige Bemühungen sieht er skeptisch: Er würde auch gerne in Deutschland eine Rede halten, sagt er; das
könnte das deutsche Volk durchaus interessieren. Aber das würde er lieber als Präsident tun, nicht als Kandidat für dieses Amt.

Obama reist heute weiter, erst nach Paris, dann am Abend nach London. Eine Rede wie in Berlin wird es dort aber nicht geben.