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Obama trifft Brown

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Der Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten,
Barack Obama, hat zum Abschluss seiner Auslandsreise London besucht. Er traf dort auch mit Premierminister Gordon Brown zusammen. Obama wehrte sich gegen Vorwürfe, er habe seine Reise nach Berlin, Paris und London zu stark für seinen Wahlkampf instrumentalisiert. Obama zog vor der Prese eine erste Bilanz: Er sei nicht sicher, ob die Reise unmittelbare politische Folgen zeigen werde. Möglicherweise werde es in Umfragen sogar zunächst einen Rückgang geben. Man sei nun eine Woche aus dem Land gewesen, und in den USA machten sich die Leute Sorgen um Gaspreise und Haus-Pfändungen. Bei den Gesprächen mit Brown ging es vor allem um die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan sowie um eine mögliche Verbesserung der transatlantischen Zusammenarbeit. Der Senator aus Illinois betonte die traditionell besonders engen Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern. Abweichend vom Protokoll unternahmen Brown und Obama zur Überraschung vieler Touristen und Londoner Bürger einen Spaziergang außerhalb der abgesperrten Downing Street. Schaulustige wurden aber von Sicherheitskräften auf Abstand gehalten. Nach seinem Treffen mit Brown kam Obama auch noch mit Oppositionsführer David Cameron, dem Vorsitzenden der Konservativen Partei, zusammen. Er sprach sich erneut für die Verstärkung der US-
Truppen in Afghanistan sowie für gleichzeitige stärkere Beiträge der europäischen Verbündeten für die Überwindung des dortigen Konfliktes und den Aufbau des Landes aus.