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Scheitern der Welthandelsgespräche knapp verhindert

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Scheitern der Welthandelsgespräche knapp verhindert

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Ein Scheitern der Genfer Welthandelsgespräche über den Abschluss der Doha-Runde ist vorerst abgewendet worden. In letzter Minute schafften es die Delegationen der EU und der USA sowie Australiens, Japans, Brasiliens, Indiens und China einen Abbruch der Konferenz zu verhindern. Die zunächst zerstrittene Europäische Union stimmte Beratungen über ein neues Kompromisspapier zu. Das teilte EU-Handelskommissar Peter Mendelson mit. Der Vorschlag von WTO-Generalsekretär Pascal Lamy für mehr Zugeständnisse beim Abbau von Agrarsubventionen stieß bei den nächtlichen Beratungen erneut auf Widerstand.

Streitpunkt ist insbesondere, in welchem Maße reiche Länder ihre Subventionen und Handelsschranken im Agrarbereich abbauen und wie stark im Gegenzug wichtige Schwellenländer ihre Märkte für Industrieprodukte und Dienstleistungen öffnen sollen. Nach dem neuen Kompromisspaket für Schwellen-und Entwicklungsländer müssen die USA ihre Obergrenze für Agrarsubventionen zurücknehmen. Auch von der EU werden Kürzungen verlangt. Die seit sieben Jahren laufende Handelsrunde soll noch in diesem Jahr beendet werden.