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Mehr als vierzig Tote nach Anschlägen im indischen Ahmedabad

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Mehr als vierzig Tote nach Anschlägen im indischen Ahmedabad

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Nach der verheerenden Bombenserie in der westindischen Millionenmetropole Ahmedabad ist die Zahl der Toten auf über vierzig gestiegen.

Während der Nacht seien mehrere Schwerverletzte gestorben, teilte die Polizei mit. Rund einhundert Menschen waren bei den Anschlägen am Vortag verletzt worden. Die Polizei sprach von einer genau koordinierten Anschlagsserie.

Mindestens 16 Sprengsätze explodierten am Samstagabend Ortszeit in zwei Wellen innerhalb von 90 Minuten. Die Bomben waren mit Zeitzündern versehen und wurden auf Märkten gezündet, als dort zahlreiche Menschen unterwegs waren.

Von einer Atmosphäre der Angst sprach ein Mann: Doch der neue Tag bedeute auch neue Hoffnung auf eine Wende zum Guten. Einen Tag vor dem Anschlag in der nordwestlichen Metropole Ahmedabad waren in der Technologiehochburg Bangalore im Süden Indiens mehrere Sprengsätze gezündet worden; dabei kam eine Frau ums Leben.

In Ahmedabad expodierte mindestens ein Sprengsatz vor einem Krankenhaus, in dem Verletzte behandelt wurden. In einer E-Mail an örtliche Medien bekannte sich die muslimische Terrorgruppe “Indische Mudschaheddin” zu der Tat.

Etwa vierzehn Prozent der Einwohner Ahmedabads sind Moslems. Im Jahre 2002 kam es zu schweren Zusammenstößen mit Hindus. Dabei kamen etwa 2000 Menschen ums Leben.