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Anschlag in Spanien geht glimpflich aus - Behörden verdächtigen ETA

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Anschlag in Spanien geht glimpflich aus - Behörden verdächtigen ETA

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Mutmaßliche Terroristen der ETA haben einen Bombenanschlag auf eine Baufirma im nordspanischen Orio verübt. Verletzt wurde niemand. Die Explosion beschädigte Geräteschuppen und mehrere Fahrzeuge. Das Unternehmen ist mit dem Bau einer Autobahn zwischen der Industrie-Metropole Bilbao und der französischen Grenze beauftragt und beteiligt sich am Bau einer Eisenbahn-Schnellstrecke im Baskenland. Orio liegt in der Nähe von San Sebastian.

Die spanischen Behörden vermuten, dass der Bombenanschlag eine Reaktion auf die jüngsten Erfolge der Polizei gegen die ETA ist. Bei Razzien in Spanien und Frankreich waren in den vergangenen Tagen zwölf mutmaßliche ETA-Mitglieder festgenommen und das bislang aktivste Terrorkommando der baskischen Terrororganisation zerschlagen worden. Sieben Personen wurden inzwischen angeklagt. Auch hatte die Polizei Waffen, Munition, Sprengstoff und gefälschte Autokennzeichen der ETA sichergestellt. Die ETA hat in den vergangenen vier Jahrzehnten mehr als 800 Menschen getötet.