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Istanbul nach Bombenanschlägen unter Schock

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Istanbul nach Bombenanschlägen unter Schock

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Bei zwei Bombenanschlägen in der türkischen Metropole Istanbul sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Etwa 150 wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die PKK ist Schuld rufen aufgebrachte Einwohner. Auch die Sicherheitsbehörden vermuten die verbotene kurdische Arbeiterpartei hinter dem Attentat. Die Regierung sprach von einem Terroranschlag, machte allerdings keine Angaben welche Gruppe das Attentat verübt haben könnte. Der Anschlag ereignete sich auf einer belebten Straße im Stadtteil Güngören, auf der europäischen Seite der Stadt. Istanbuls Gouverneur Muammer Güler machte sich vor Ort ein Bild der Lage und schilderte den Ablauf: Zunächst sei eine kleine Bombe in einem Abfallkorb explodiert. Als Menschen dann herbeiströmten sei ungefähr eine Viertelstunde später der eigentliche Sprengkörper explodiert. Zeugen hätten von verdächtigen Päckchen in der Fußgängerzone gesprochen. Die Polizei werde nun die Aufnahmen von Überwachungskameras auswerten, sagte er weiter.

Die Sicherheitsbehörden geben der PKK die Schuld, weil der Anschlag Ähnlichkeiten mit anderen Attentaten hatte. Hinzu kommt, dass das türkische Militär in der Nacht zum Sonntag eine Großoffensive auf die PKK-Lager im Nordirak geflogen hatte.