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Jahrhundertflut in der Ukraine und Hochwasser auch in Nachbarländern


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Jahrhundertflut in der Ukraine und Hochwasser auch in Nachbarländern

Bei der Hochwasserkatastrophe im Westen der Ukraine ist die Zahl der Toten auf 22 gestiegen. Zahlreiche Menschen wurden vermisst. Zehntausende wurden obdachlos. Präsident Viktor Juschtschenko sprach von einer Tragödie nie dagewesenen Ausmaßes.
Zu dem Hochwasser kam es nach tagelangen Regenfällen und durch Tauwasser aus den Karpaten. Der Dnjestr verwandelte sich in einen reißenden Strom und trat vielerorts über die Ufer. Der Großteil der Getreidefelder, tausende Kilometer Straße und mehrere hundert Brücken sowie Stromleitungen wurden zerstört.

Die Schäden in der Ukraine wurden auf mehr als 100 Millionen Euro geschätzt. Auch die Republik Moldau und Rumänien kämpften mit den Fluten. Im Norden Rumäniens standen noch immer hunderte Bauernhäuser unter Wasser. An den Flüssen Siret und Prut herrschte weiter Alarmbereitschaft. Bislang starben mindestens vier Menschen. In der nordwestlichen Maramures Region wurde eine Rettungsaktionen für 140 Touristen gestartet, die bei einem Ausflug ins Gebirge von der Flut überrascht worden waren.

In den Hochwassergebieten mussten mehr als 11.000 Menschen ihre Häuser verlassen und Notunterkünfte aufsuchen. Auch in der Republik Moldau wurden mehrere Orte evakuiert, dies auch vorsorglich, weil die Meteorologen weitere Regenfälle vorausgesagt haben.

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