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Russland: Regierung reagiert auf Kursstürze

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Russland: Regierung reagiert auf Kursstürze

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Die russische Regierung hat auf den Einbruch an den heimischen Aktienmärkten reagiert. Moskau versucht die Investoren im Land zu beruhigen, die von Machtspielen verunsichert sind. Zuletzt hatte Regierungschef Wladimir Putin die Preispolitik des Mechel-Konzerns scharf kritisiert. Die Aktie des Stahlunternehmens war daraufhin eingebrochen.

“Wir hoffen, dass es eine Lektion für Jeden ist, nicht nur Mechel.”, sagte Arkadi Dworkowitsch, der Wirtschaftsberater von Präsident Medwedew. “Auch andere russische Unternehmen ziehen hoffentlich ihre Lehren aus dem Geschehenen.”

Der Fall Mechel zeigt: Der Kreml hat immer noch viel Einfluss auf die Wirtschaft. Putins Rüge fällt in eine Zeit, in der sich die Stimmung in der russische Wirtschaft eintrübt. Sündenböcke werden gesucht.

So ist auch der Machkampf beim russisch-britischen Ölproduzenten TNK-BP immer noch nicht beendet. Angeblich führt Konzernchef Robert Dudley das Unternehmen jetzt von einem geheimen Ort aus.

Dudley könnte aber bald zurückkehren. Die russischen Behörden wollen ihm nach langem Hin und Her ein Arbeitsvisum austellen. Die russischen Anteilseigner versuchen Dudley abzusetzen, um möglichweise das Unternehmen komplett zu übernehmen.