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Türkische Regierung macht PKK für Attentat verantwortlich

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Türkische Regierung macht PKK für Attentat verantwortlich

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Einen Tag nach dem schwersten Anschlag in Istanbul seit fünf Jahren hat die türkische Regierung die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK dafür verantwortlich gemacht. Einige der Opfer wurden inzwischen bestattet, auch Regierungschef Recep Tayyip Erdogan nahm an der Beisetzung teil.

Die PKK wies die Verantwortung für das Attentat zurück. Einer ihrer Führer sagte der Nachrichtenagentur Firat, die mit der Kurdenpartei verbunden ist, es gebe keinerlei Verbindung zu der Partei. Der Anschlag trifft das Land umso mehr, als in der Türkei seit Monaten eine innenpolitische Krise schwelt. Mit großer Spannung wird in dieser Woche die Entscheidung des Verfassungsgerichts im Zusammenhang mit der Regierungspartei AKP erwartet.

Am Sonntagabend waren in einer belebten Fußgänger-Zone in Istanbul zwei Bomben detoniert. Zunächst war in einem Abfallkorb ein kleiner Sprengkörper explodiert. Als Schaulustige herbeikamen, zündeten die Täter die eigentliche Bombe. 17 Menschen kamen bei dem Attentat ums Leben, mehr als 150 weitere wurden verletzt.