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Wiener Karadzic wohl doch nicht echt

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Wiener Karadzic wohl doch nicht echt

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Wie Radovan Karadzic so lange unerkannt bleiben konnte, ist noch weitgehend unklar. Fest steht nun aber wohl: Der Karadzic, der letztes Jahr monatelang in Wien gelebt haben soll, war nicht Karadzic.

Inzwischen hat sich bei den Medien ein Petar Glumac gemeldet: Er ist 78 Jahre alt, lebt in der Nähe von Belgrad, arbeitet als Wunderheiler und – war letztes Jahr in Wien.

Die Ähnlichkeit mit Karadzic, wie er jetzt gefasst wurde, ist verblüffend: “Freunde aus Österreich haben mich angerufen”, sagt Glumac, “und mir erzählt, dass mein Bild im Fernsehen war. Sie waren erschüttert und haben mich gefragt, ob ich im Gefängnis sitze. Ein paar haben geweint. Eine Menge Anrufe hatte ich gestern.”

Glumac bestätigt auch, dass er es war, der letztes Jahr in Wien von der Polizei nach einem Mordfall in seinem Viertel kontrolliert wurde. In Österreich hatte es in den letzten Tagen Vorwürfe gegeben, der gesuchte Karadzic sei bei dieser Kontrolle damals entkommen, indem er einen Pass auf den Namen Petar Glumac vorzeigte.