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Reisende mit Mobilitätsbeschänkungen

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Reisende mit Mobilitätsbeschänkungen

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Was macht ein Europäer, der aufgrund von Behinderung oder Altersbeschwerden nicht so mobil ist, wenn er ein Flugzeug benutzen möchte?

Seit dem 26. Juli braucht solch ein Bürger nur noch bei der Buchung seiner Flugreise seine konkrete Bedürfnisse zu nennen – und Fluggesellschaften wie Flughafenbetreiber sind verpflichtet, ihm zu helfen. Denn die EU hat eine neue Verordnung erlassen, die ohne Diskriminierung und Mehrkosten vergleichbare Zugangsbedingungen für alle ermöglichen soll.

Die Verordnung gilt bei Abflug von, Ankunft an und Transit über EU-Flughäfen. Sie wird auch von Norwegen, Island und der Schweiz umgesetzt.

Der EU-Transportkommissar Antonio Tajini betont: “ Es gibt keine Bürger erster oder zweiter Klasse. Sie alle sind Bürger, die das gleiche Recht haben sich zu bewegen, zu arbeiten und zu reisen wie sie es wollen.”

Kein Reiseveranstalter und keine Fluggesellschaft darf eine Buchung oder Beförderung aufgrund einer Behinderung oder eines Mobilitätsproblems verweigern.

Ausnahmen sind einzig unter Sicherheitsgesichtspunkten möglich oder wenn technische Umstände wie beengte Platzverhältnisse im Flugzeug, es erforderlich machen.

Personen, die Hilfe brauchen, sollten das mindestens 48 Stunden vor Abflug bekanntgeben, damit man sich am Flughafen darauf einstellen kann.

Fluggesellschaften müssen entsprechenden Service kostenlos anbieten, ebenso die kostenlose Mitnahme von Rollstühlen oder Blindenhunden in der Kabine. Nach der Landung muß ein Helfer zur Stelle sein, der sich um das Gepäck kümmert.

Die EU-Staaten müssen eine Stelle einrichten, die sich um die Durchsetzung der Verordnung kümmert und an die sich der Bürger wenden kann.

“Mehr über die EU kostenlos unter dieser Telefonnummer und im Internetbei europe-direkt oder in einem Info-Büro in ihrer Nähe.”