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Belgien: Immer mehr Asylbewerber besetzen Baukräne

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Belgien: Immer mehr Asylbewerber besetzen Baukräne

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Die Proteste von Asylbewerbern auf Baustellen in Brüssel weiten sich aus. Inzwischen haben rund 40 Ausländer sechs Baukräne besetzt. Sie haben keine Papiere und wollen mit der Aktion eine Aufenthaltsgenehigung erzwingen.

Viele von ihnen haben in der Vergangenheit schwarz gearbeitet und werden deshalb von der Plattform UDF unterstützt. “Sie arbeiten als Illegale für den Gewinn der Firmen.”, sagt Mimoun Benmansour von der Organisation. “Es gibt genug Unternehmen, die Arbeiter brauchen, die geschickt sind. Das bringen die Menschen mit, die keine Papiere haben.”

Für das Ausländeramt ist die Besetzung der Kräne zwecklos. Genauso wie der Hungerstreik von einigen Asylbewerben. Dem Druck will man sich nicht beugen. “Das ist ganz klar eine Erpressung. Diese Leute versuchen, etwas zu erhalten indem sie Dinge machen, die nicht zulässig sind.”, sagt der Chef der Behörde Thierry Roosemont. “Es wird nichts bringen, denn die Gesetze sehen nicht vor, diesen Menschen etwas zu geben, die so etwas machen.”

Seit Jahren gibt es in Belgien immer wieder Aktionen der so genannten “sans papiers”, zu deutsch: “ohne Papiere”. Die Regierung will zwar handeln, ist aber am Freitag erstmal in die Ferien gefahren.