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Milch-Gipfel in Berlin

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Milch-Gipfel in Berlin

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In Deutschland haben die Milchviehhalter einen Tag vor dem Spitzengespräch zwischen Verbandsvertretern und Agrarminister Horst Seehofer für höhere Preise demonstriert. Sie fordern einen Mindestpreis von 43 Cent pro Liter, derzeit liegt er bei etwa 31 Cent. Das sind zwar 3 Cent mehr als im vergangenen Jahr, nach Angaben des Verbandes der Milchviehhalter sind die Produktionskosten aber um 7 Cent gestiegen. Nun könnte es zu einem erneuten Lieferboykott kommen.

Seehofer warnte vor einem solchen Boykott. Er könne davon nur abraten und gehe auch nicht davon aus, dass es dazu komme, sagte er in einem Zeitungsinterview. Vor einigen Wochen hatten die Milchviehhalter mit einem Lieferstopp erreicht, dass Milch und Butter in mehreren Handelsketten nach Preissenkungen wieder teurer wurden.

Sie wollen die Preise mit besserer Marktsteuerung stabilisieren. Sie schlagen zudem eine Umlage von 0,5 Cent pro Kilo Milch vor, die in einen Fonds fließen soll, um etwa einen freiwilligen Lieferverzicht zu entschädigen.