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Walisisches Sikh-Mädchen gewinnt Rechtsstreit um religiösen Schmuck

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Walisisches Sikh-Mädchen gewinnt Rechtsstreit um religiösen Schmuck

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Ein Mädchen in Wales, das der Glaubensgemeinschaft der Sikh angehört, hat einen Rechtsstreit gegen seine Schule um das Tragen eines Armreifs gewonnen. Sarika Singh war von der Schule ausgeschlossen worden, da dort das Tragen von Schmuck verboten ist. Aber sie wehrte sich, und das mit Erfolg: Die Richter sprachen die Schule der Diskriminierung für schuldig.

“Ich bin glücklich, dass niemand mehr das durchmachen muss was meine Familie und ich durchmachen mussten”, sagte Sarika Singh nach der Urteilsverkündung. “Keine Schülerin wird jemals wieder ausgeschlossen, weil sie diesen Armreif trägt. Aber ich hätte das alles nicht durchstehen können ohne die Unterstützung zahlreicher Organisationen und Menschen, vor allem meiner Eltern. Und bevor ich schließe möchte ich sagen, dass ich ein stolzes walisisches, Punjab-stämmiges Sikh-Mädchen bin.” Fast alle Sikhs tragen einen schlichten Armreif, denn gemäß der Sikh-Tradition gilt er nicht als Schmuck, sondern ist Teil des Erscheinungsbildes. Sarika Singh darf die Schule im September wieder besuchen – mit ihrem Armreif.