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WTO-Handelsgespräche geplatzt - USA machen Indien verantwortlich

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WTO-Handelsgespräche geplatzt - USA machen Indien verantwortlich

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Die Genfer Beratungen bei der Welthandelsorganisation WTO zum Abschluss der Doha-Runde sind nach neun Tagen gescheitert und abgebrochen worden. Die rund 40 Minister konnten sich nicht abschließend auf ein gemeinsames Kompromisspaket einigen.

Die USA machten vor allem Indien für den diplomatischen Misserfolg verantwortlich. Eine Einigung sei in Reichweite gewesen, Neu Delhi habe aber bis zuletzt Widerstand geleistet, hiess es in der US-Delegation.

Indien bestand darauf, dass Staaten mit einem grossen Anteil armer Landbevölkerung bei hohen Agrarimporten frühzeitig Zölle auferlegen können. Das lehnten die USA ab. Ungelöst blieben zudem die Probleme der Baumwollsubventionen der USA oder der Regelung für den Bananenhandel.

In Delegationskreisen hieß es, die Gespräche könnten im Herbst fortgesetzt werden. Allerdings meinten Beobachter, bis zu einer weiteren Handelsliberalisierung könnten noch Jahre vergehen.