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König Albert verschiebt belgische Staatskrise auf nach den Ferien

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König Albert verschiebt belgische Staatskrise auf nach den Ferien

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In Belgien hat König Albert II. das Tauziehen um eine Staatsreform auf die Zeit nach der Sommerpause vertagt. Das Staatsoberhaupt beauftragte die drei Vermittler in der Krise, Mitte September einen neuen Bericht vorzulegen. Die drei sind erfahrene Politiker verschiedener Parteien und sollen König Albert wegweisend beraten, wie Belgien endlich wieder eine funktionsfähige Regierung haben könnte. Die französisch-sprachigen Wallonen und die niederländisch-sprechenden Flamen waren in der Vergangenheit nicht in der Lage, ihre Gegensätze zu überwinden.

Mitte Juli hatte Ministerpräsident Yves Leterme aufgegeben. Die unterschiedlichen Positionen seien unüberbrückbar. Er habe sein Versprechen nicht einhalten können, bis Juli eine Regierung zustande zu bringen. König Albert II. hatte das Rücktrittsgesuch Letermes nicht angenommen. Umfragen zufolge will die Mehrzahl der Belgier kein geteiltes Land. In Belgien sind in der Vergangenheit die Menschen immer wieder für Einheit auf die Straße gegangen.