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Lebenslanges Hafturteil für ehemaligen Yukos-Aktionär

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Lebenslanges Hafturteil für ehemaligen Yukos-Aktionär

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In Moskau ist ein früherer Großaktionär des Yukos-Konzerns wegen einer Serie von Auftragsmorden zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Leonid Newslin lebt jedoch vor Auslieferung sicher in Israel. In den 90er-Jahren war er ein enger Vertrauter von Yukos-Chef Michail Chodorkowski, der 2003 festgenommen und zwei Jahre später zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden war.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Newslin in dieser Zeit fünf Mordanschläge auf unliebsame Geschäftsleute und Beamte angeordnet haben. Dabei gab es drei Tote. Der ehemalige Aktionär des Energiekonzerns ließ seinen Anwalt eine Erklärung verlesen, in der er der russischen Regierung vorwirft, den Prozess manipuliert zu haben.

Sein früherer Kollege Chodorkowski, der seine Haftstrafe in einem sibirischen Gefängnis absitzt, hofft unterdessen darauf, vorzeitig entlassen zu werden. Die Haft-Anstalt übergab dem zuständigen Gericht ein Gutachten über den 45-jährigen. Sollte ihm darin gute Führung attestiert werden, hat er laut Gesetz das Recht auf bedingte Freilassung.