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London: Prozess nach U-Bahnanschlägen geplatzt

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London: Prozess nach U-Bahnanschlägen geplatzt

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Ein Prozess gegen mutmaßliche Helfer bei den Londoner Selbstmordanschlägen von 2005 ist geplatzt. Die Geschworenen konnten sich nicht auf einen Schuldspruch einigen.

Bei den Anschlägen auf drei U-Bahnzüge und einen Bus kamen am 7. Juli vor drei Jahren 52 Menschen ums Leben. Die Angeklagten sollten den Attentätern geholfen haben; unter anderem, indem sie Sicherheitsvorkehrungen auskundschafteten.

Sie selber gaben zu, die Attentäter gekannt zu haben: Alle der jungen Männer lebten in der gleichen Gegend der Stadt Leeds, besuchten dort die gleiche Moschee und das gleiche Fitnesstudio.
Außerdem waren die Angeklagten auf Bildern einer Überwachungskamera zusammen mit zwei der Attentäter in London zu sehen.

Die Männer bestritten aber, den Attentätern bei ihren Plänen geholfen zu haben. Die Reise nach London war nach ihrer Darstellung ein Ausflug zum Familienbesuch und um einem von ihnen die Stadt zu zeigen.

Die drei Männer sind die einzigen Verdächtigen, die jemals im Zusammenhang mit den Londoner U-Bahnanschlägen von 2005 angeklagt wurden. Die Staatsanwaltschaft strebt nun einen neuen Prozess an.