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Gründliche Umbildung in Japans Regierung

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Gründliche Umbildung in Japans Regierung

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Angesichts anhaltend schlechter Umfragewerte hat Japans Regierungschef den Großteil seiner Mannschaft ausgewechselt: Dreizehn von siebzehn Ministern sind jetzt neu. Auch an der Spitze seiner Partei, der LDP, stellt Yasuo Fukuda einiges um.

Der 72-Jährige will so seine Beliebtheit wieder steigern; die meisten seiner Minister hatte er noch von seinem Vorgänger Shinzo Abe übernommen.

Auch die Chancen der LDP bei der nächsten Parlamentswahl sollen so wieder steigen. Diese Wahl muss spätestens nächstes Jahr im September stattfinden.

Die Opposition fordert aber eine vorgezogene Wahl und nennt die Regierungsumbildung kosmetisch – vor allem, weil auch die neuen Minister zum Großteil altbekannte Gesichter sind. Das Oberhaus beherrscht die Opposition schon seit letztem Jahr.

Fukuda spricht dagegen von einem Kabinett für den Seelenfrieden: einer Regierung also, die den Japanern ihre Ängste nehmen soll – vor Wirtschaftskrise und steigenden Preisen. Angesichts der alternden Bevölkerung ist auch die Zukunft der Sozialsysteme ungewiss.