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IOC bei letzter Beratung über Sommerspiele

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IOC bei letzter Beratung über Sommerspiele

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Sonne und blauer Himmel über Peking, wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele: Und doch ist die Stimmung nicht ganz ungetrübt. Ob der Streit der letzten Tage um freien Internetzugang für ausländische Reporter oder die Befürchtungen um mögliche Luftverschmutzung – noch einmal befasst sich der Vorstand des IOC, des Internationalen Olympischen Komitees, ab heute mit diesen Fragen.

Zum Thema Internetzugang gibt es inzwischen aus dem IOC selbst die widersprüchlichsten Angaben: Nein, man habe einer Zensur durch chinesische Behörden nie zugestimmt – andererseits ebenfalls nein, China habe auch nie einen freien Zugang zugesichert, sondern nur einen ausreichenden Zugang.

Im Vordergrund steht für das IOC jetzt ohnehin der Stand der Vorbereitung: Die Sportstätten seien sehr gut, sagt das kanadische IOC-Mitglied Adam Mercereaux; die Organisatoren hätten die IOC-Richtlinien und die Olympische Charta ausgezeichnet befolgt.

Auch mit dem Kampf gegen Doping will sich das IOC noch einmal beschäftigen. Mehr als viertausend Tests sind in den drei Wochen vorgesehen – während gleichzeitig noch Dopingfälle von vergangenen Spielen ihre Schatten werfen.

Mehrere Medaillen müssten nach Prozessen und Geständnissen eigentlich neu vergeben werden – von den Spielen 2004 in Athen, aber sogar noch von der Olympiade vier Jahre zuvor in Sydney.

So wurde am Vormittag bekannt, dass das IOC den amerikanischen 4×400-Meter-Läufern von 2000 ihre Goldmedaillen aberkennt. In der Staffel lief Antonio Pettigrew mit, der zugegeben hat, seit 1997 gedopt zu haben.

Noch nicht entschieden ist darüber, ob nun Nigerias Staffel nachträglich Olympiasieger wird, acht Jahre nach den Spielen von Sydney. Möglicherweise fällt die Entscheidung darüber erst auf der nächsten IOC-Vorstandssitzung im Dezember in Lausanne.