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Geflüchtete Fatah-Leute kehren zum Teil zurück

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Geflüchtete Fatah-Leute kehren zum Teil zurück

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Nach den schweren Kämpfen zwischen den verfeindeten Palästinensergruppen im Gazastreifen haben sich viele über die Grenze geflüchtet, nach Israel.

Sie gehören zur Fatah-Bewegung, die erneut mit der gegnerischen Hamas-Partei aneinandergeraten ist. In der israelischen Stadt Aschkelon zum Beispiel werden jetzt Verwundete behandelt.

“Fatah und Hamas kämpfen”, sagt einer von ihnen, Atef Helles; “aber es trifft am Ende doch wieder die Menschen. Es gab Raketen, Granaten, Straßenkämpfe.”

Diese Kämpfe waren die schwersten seit der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen vor gut einem Jahr. Mindestens neun Menschen starben, knapp hundert wurden verletzt.

Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri fordert die Fatah-Leute aber zur Rückkehr auf: Es sei schließlich ihre Heimat, sagt er; und besser, als sich zur Besatzungsmacht Israel zu flüchten. Wer zurückkomme, werde festgenommen, aber gut behandelt.

Israel hatte knapp zweihundert Fatah-Leute auf sein Gebiet gelassen, schickte dreißig von ihnen aber schon wieder zurück – nach eigenen Angaben auf Bitte der Palästinenserbehörde. Auch die anderen sollen wieder zurückgeschickt werden; nur die Verwundeten bleiben vorerst ausgenommen.

Dass die Palästinenser überhaupt ins Land gelassen wurden, rechtfertigt Isaac Herzog, Israels Sozialminister, mit den außergewöhnlichen Umständen im Gazastreifen. Man habe sich daher zu einer humanitären Geste entschlossen.

Auslöser für die Kämpfe war ein Anschlag vor gut einer Woche: Dabei starben fünf Hamas-Kämpfer sowie ein Kind. Die Hamas macht dafür die Fatah verantwortlich und wollte jetzt einige Verdächtige festnehmen, vor allem aus der dort bekannten Helles-Familie. Die Fatah bestreitet aber eine Beteiligung.