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Lage in Südossetien weiter angespannt

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Lage in Südossetien weiter angespannt

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Nach den Gefechten in Georgiens abtrünniger Region Südossetien setzt die dortige Regierung die Evakuierung fort. Auch an diesem Morgen kam es nach südossetischen Angaben zu Schusswechseln. Bei den schwersten Gefechten seit Jahren in der Nacht zum Samstag waren nach offiziellen Angaben sechs Menschen ums Leben gekommen. Georgien und die international nicht anerkannte Regierung in Südossetien weisen sich gegenseitig die Schuld zu.

Seit den Neunziger Jahren schwelt der Konflikt, die Separatisten streben den Anschluss an Russland an.

Laut dem südossetischen Ministerpräsidenten war die letzte Nacht ruhig, aber am Morgen habe es wieder Schießereien von der georgischen Seite in der Nähe des Dorfs Mugut gegeben. Die Lage bleibe angespannt. Die Regierung habe deshalb beschlossen, die Kinder in Sicherheit zu bringen.

Frauen und Kinder wurden in Bussen aus den Dörfern ins benachbarte Nordossetien gebracht, das zu Russland gehört.

Georgien wirft auch Russland eine Beteiligung an den Scharmützeln vor. Die Russen, die in der Region eine Friedenstruppe stationiert haben, halten mit Vorwürfen an Georgien dagegen.

Beobachter befürchten eine weitere Eskalation der Lage in der abtrünnigen Region.