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Umstrittene Freilassung von ETA-Kämpfer

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Umstrittene Freilassung von ETA-Kämpfer

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Einer der bekanntesten Vertreter der ETA, Iñaki de Juana Chaos, ist nach Verbüßung seiner Haft wieder frei. Die ETA kämpft seit langem mit Gewalt für einen eigenen baskischen Staat: De Juana wurde wegen Anschlägen verurteilt, bei denen 25 Menschen starben.

Seine Strafe damals: mehr als dreitausend Jahre Haft – theoretisch. In der Praxis waren aber nur dreißig Jahre möglich; wegen guter Führung wurden es noch weniger.

Opfer der ETA kritisieren nun de Juanas Freilassung und haben sich schon zu ersten Protesten versammelt. Konservative Politiker schließen sich an: Dolores de Cospedal, die neue Generalsekretärin der Volkspartei sagt, wenn das Gesetz einen Mörder freilasse und damit bei den Leuten für Entrüstung sorge, müsse das Gesetz geändert werden.

Die Volkspartei war auch immer gegen Verhandlungen mit der ETA, wie sie für einige Zeit stattfanden. Die sozialistische Regierung brach diese Gespräche aber wieder ab, als die ETA ihre Waffenruhe mit einem Anschlag Ende 2006 praktisch beendete.

Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero sagt nun, es sei völlig verständlich, dass alle – auch er selbst – gegen diesen Menschen Abscheu empfänden; aber man müsse sich an das Gesetz halten.

Die Freilassung von de Juana fiel auf denselben 2. August, an dem 1968 – vor vierzig Jahren also – die ETA ihren ersten Anschlag verübte.