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Anschlag in Xinjiang: 16 Tote

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Anschlag in Xinjiang: 16 Tote

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Vier Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele sind bei einem Anschlag in China nach amtlichen Angaben 16 Polizisten getötet worden. Ebenso viele seien verletzt worden, teilte die Nachrichtenagentur “Neues China” mit. Zwei Angreifer seien mit einem Lastwagen auf eine Gruppe von Grenzpolisten gefahren und hätten diese mit Granaten beworfen. Laut Augenzeugen waren zwei heftige Explosionen zu hören. Der Anschlag ereignete sich gut viertausend Kilometer westlich von Peking in Kashgar im Autonomen Gebiet Xinjiang, in dem separatistische Uiguren gelegentlich für Unruhen sorgen.

Zunächst blieb unklar, ob der Anschlag auf das Konto militanter Separatisten ging. China hatte mehrmals vor solchen Anschlägen gewarnt. Menschenrechtsorganisationen und Exil-Uiguren werfen der chinesischen Führung vor, Komplotte zu erfinden, um mit Repressalien gegen die Uiguren antworten zu können. Angesichts der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen bestehe trotz des Anschlags kein größeres Sicherheitsrisiko für die Olympischen Spiele als zuvor, betonten die Pekinger Organisatoren umgehend.