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Arbeitslosenqoute in Spanien erreicht höchsten Stand seit zehn Jahren

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Arbeitslosenqoute in Spanien erreicht höchsten Stand seit zehn Jahren

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Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien hat den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Im Monat Juli stieg die Zahl der Menschen ohne Job um fast 36.500 auf insgesamt rund 2,4 Millionen, teilte die zuständige Behörde mit. Normalerweise fällt gerade in diesem Monat die Arbeitslosenquote. Vor einem Jahr war Spanien noch ein Garant für Jobs. Nun hat das Land die höchste Arbeitlosigkeit aller EU-Länder. Als Folge sank das Verbrauchervertrauen im Juli auf einen historischen Tiefstand.

Der entsprechende Index stürzte binnen eines Jahres von 92,5 auf 46,3 Punkte. Grund für soviel Pessismus ist vor allem das Ende des jahrelangen Baubooms. Die geplatzte Immobilienblase sorgte bei vielen Branchen für Katerstimmung. Hinzu kommen die stark gestiegenen Benzinpreise. Die drücken auf das Portemonnaie der Verbraucher und verringern die Kaufkraft.

Finanzminister Pedro Solbes warnt indes vor einer zu hohen Inflation. Bis nächstes Jahr werde sich die Lage nicht verbessern. Im Gegenteil: Das Wachstum könnte sich sogar auf Null abschwächen. Steigende Ölpreise und die schwächelnde Konjunktur in Europa und in den USA seien dafür verantwortlich, so Solbes weiter.