Eilmeldung

Eilmeldung

China: Enteignete Pekinger fordern höhere Entschädigung

Sie lesen gerade:

China: Enteignete Pekinger fordern höhere Entschädigung

Schriftgrösse Aa Aa

Bei der kommunistischen Führung Chinas wachsen vor den Olympischen Spielen Vorfreude und Nervosität. Bei denen aber, die für ein modernes Olympia auf der Strecke blieben, schwillt die Wut.

Zahlreiche Hauptstädter sind enteignet worden. Ihre Häuser plattgewalzt. Für Wohnblocks und Shopping-Malls. Nahe des Platzes des Himmlischen Friedens forderten mehrere Dutzend eine höhere Entschädigung. Sie sind wütend auf die Behörden – und die Polizei, die sie am Protest zu hindern versucht.

Wir sind nicht gegen Olympia, sagt eine Frau, die 2005 enteignet wurde, doch die Behörden hätten mich nicht vertreiben dürfen, jetzt bin ich obdachlos. Viele Entschädigungsverfahren sind vertagt worden auf die Zeit nach den Spielen. Ebenso die Demonstrationen: Die Einschränkungen sind gegenwärtig noch strenger als sonst.

Vor wenigen Jahren lebte noch die Hälfte der Pekinger Stadtbevölkerung in Hutongs: engen Gassen mit traditionellen Wohnhöfen. Schrittweise weichen sie den Interessen von Spekulanten – für ein modernes Peking.