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Peking: Dutzende demonstrieren gegen Enteignungen im Vorfeld von Olympia

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Peking: Dutzende demonstrieren gegen Enteignungen im Vorfeld von Olympia

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Kurz vor den Olympischen Spielen in Peking mehren sich die Proteste gegen die Vorgangsweise der Regierung: Diese ließ Tausende Menschen in der Hauptstadt enteignen und ihre Häuser zerstören, um Einkaufszentren oder neue Wohnblocks zu bauen. Rund zwei Dutzend Betroffene versammelten sich nahe dem Platz des Himmlischen Friedens. Sie protestierten gegen die Enteignungen, durch die jahrhundertealte, gewachsene Stadtviertel zerstört werden. Liu Fumei wurde 2005 enteignet und ist wütend auf die Behörden. “Wir sind nicht gegen die Olympischen Spiele”, sagt sie, “aber man hätte mein Haus nicht abreißen dürfen. Ich wurde zwangsenteignet und habe kein Zuhause mehr.”

Die Polizei versuchte, die Demonstranten zu vertreiben, allerdings mit wenig Erfolg. Viele Entschädigungsverfahren wurden auf die Zeit nach Olympia verschoben. Um doch eine Lösung zu finden, trafen Behördenvertreter mit den einigen Betroffenen zusammen. Denn schließlich will man öffentlichkeitswirksame Kundgebungen während der Spiele um jeden Preis vermeiden.