Eilmeldung

Eilmeldung

Umstrittene Operation Bürgerruhe: 3000 Soldaten sollen Italiens Straßen sicherer machen

Sie lesen gerade:

Umstrittene Operation Bürgerruhe: 3000 Soldaten sollen Italiens Straßen sicherer machen

Schriftgrösse Aa Aa

Italiens Regierungschef löst eins seiner Wahlversprechen für mehr Sicherheit ein und lässt von diesem Montag an Soldaten in den Städten patrouillieren. 3000 Armee-Angehörige werden in neun Großstädten wie Rom und Mailand und an sensiblen Punkten wie Bahnhöfen und Botschaften die Lage überwachen. Auch auf der Insel Lampedusa, auf der die Immigranten zu Hunderten stranden, setzt die Regierung zusätzlich Soldaten ein.

31 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten, sie ist zunächst auf sechs Monate befristet. Nicht nur bei der linken Opposition und bei der Polizei ist sie umstritten. Selbst Roms postfaschistischer Bürgermeister hat sich Militärs in der Ewigen Stadt verbeten.

Nach sechs Monaten will die Regierung prüfen, ob der Einsatz etwas bringt und ob er um ein weiteres halbes Jahr verlängert wird. Während die Kritiker über Geldverschwendung und simple Sicherheits-Kosmetik schimpfen, ist der Innenminister von der Operation Bürgerruhe überzeugt. Und will die Soldaten notfalls auch am Strand patrouillieren lassen.