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Welttreffen der Anglikaner: Man bleibt zusammen

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Welttreffen der Anglikaner: Man bleibt zusammen

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Eine offene Spaltung der anglikanischen Kirche hat es nun nicht gegeben, eine Annäherung aber auch nicht: Mit dieser Erkenntnis endet die Lambeth-Konferenz, das Welttreffen der Anglikaner.

Eine Spaltung hätte drohen können wegen der
Bischofsweihe für Frauen sowie der Trauung gleichgeschlechtlicher Paare und der Zulassung von Schwulen und Lesben als Pfarrer.

Erzbischof Rowan Williams, der oberste Geistliche der Kirche von England – sozusagen der Mutterkirche
der Anglikaner – beklagt als erschwerend in dieser Debatte, dass einige das nicht als religiöse Sache ansähen, sondern als reine Frage der Menschenrechte. Diese Ansicht könne er nicht hinnehmen.

Seit fünf Jahren entzweit die Frage der Homosexualität die Anglikaner: Damals wurde Gene Robinson ihr erster schwuler Bischof. Robinson ist aus New Hamsphire in den USA: Oft verlaufen die Gegensätze bei den Anglikanern zwischen den liberalen Kirchen dort und den konservativeren Richtungen vor allem in Afrika, wo die meisten Anglikaner leben.

Williams tritt nun erst einmal dafür ein, vorerst keine schwulen oder lesbischen Bischöfe mehr zu ernennen, um die Stimmung nicht weiter anzuheizen. Die anwesenden gut sechshundert Bischöfe waren dafür; zweihundert besonders konservative Vertreter waren zu der Konferenz aber gar nicht erst gekommen.