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EU bereitet den Weg für mehr Kommunikation im Straßenverkehr

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EU bereitet den Weg für mehr Kommunikation im Straßenverkehr

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Das sprechende Auto soll bald mehr sein als nur Science fiction: Die EU-Kommission hat am Dienstag Funkfrequenzen reserviert, auf denen Autofahrer gezielt untereinander Kontakt aufnehmen können. Die entsprechenden Geräte sollen 2010 oder 2011 auf den Markt kommen. Kommissionssprecher Martin Selmayr verwies darauf, dass der tägliche Stau auf den Straßen in der EU rund 7.500 Kilometer erreiche und die dadurch verursachten Kosten bis 2010 auf 80 Milliarden Euro steigen würden.

Daher ist einer der Hauptzwecke des neuen Kommunikationssystems auch die Vermeidung von Staus. Autofahrer sollen sich etwa gegenseitig vor Verkehrsproblemen oder auch Glatteis warnen. Laut Selmayr hätten bislang die entsprechenden Funkfrequenzen gefehlt, um diese drahtlose Kommunikation zwischen Autofahrern zu ermöglichen.

Vor allem aber soll das System die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Immerhin starben EU-weit allein im Jahr 2006 rund 42.000 Menschen im Straßenverkehr. Die Freigabe der Frequenzen ist Teil der EU-Initiative “Intelligentes Fahrzeug”, mit der der Straßenverkehr effektiver und sicherer gemacht werden soll.