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Letzter Blick auf Solschenizyn

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Letzter Blick auf Solschenizyn

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In der Moskauer Akadamie der Wissenschaften nehmen die Menschen an diesem Dienstag Abschied von Alexander Solschenizyn. Auch der Ministerpräsident und frühere Staatschef Wladimir Putin kondolierte. Zuvor hatten sich laut Medienberichten schon Hunderte vor der Halle eingefunden.

Der Literaturnobelpreisträger war am Sonntag mit 89 Jahren gestorben – so, wie er es wollte, im Sommer und zu Hause, erklärte seine Witwe Natalia.

Putin, der während seiner Präsidentschaft den einstigen Regimekritiker mehrmals besuchte, hatte dessen Tod als großen Verlust für Russland bezeichnet. Solschenizyn war mit seiner literarischen Aufarbeitung des Stalin-Terrors und seiner Erfahrungen im Gefangenenlager weltberühmt geworden, doch brachten seine Werke ihm auch zwanzig Jahre Verbannung ins Ausland ein.

Nach der öffentlichen Abschiednahme mit seiner Witwe und den Söhnen soll der Schriftsteller morgen auf dem Friedhof des Donskoi-Klosters in Moskau beigesetzt werden.

Sein Gesamtwerk soll demnächst auf deutsch in einer neuen Taschenbuchausgabe erscheinen. Diese war ursprünglich zu seinem 90. Geburtstag im Dezember geplant.