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Nach Haft neue Ermittlungen gegen ETA-Kämpfer

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Nach Haft neue Ermittlungen gegen ETA-Kämpfer

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Nach seiner Haftentlassung am Wochenende wird gegen den berüchtigten ETA-Kämpfer Iñaki de Juana
Chaos nun erneut ermittelt. Grund ist ein Brief, der bei einer Kundgebung nach der Freilassung in seinem Namen verlesen wurde. Dieser Brief verstößt
möglicherweise gegen spanische Gesetze zur Verherrlichung des Terrorismus.

Die ETA kämpft seit vierzig Jahren mit Gewalt für einen eigenen Baskenstaat. De Juana war Ende der Achtziger wegen mehrerer Anschläge verurteilt worden, bei denen 25 Menschen ums Leben kamen.

Seine Haftstrafe betrug mehr als dreitausend Jahre; in der Praxis waren aber nur dreißig Jahre möglich. Diese Haftzeit verkürzte sich dann noch einmal, wegen guter Führung.

Dass er nun freikam, stieß bei vielen auf Empörung; vor allem bei früheren Opfern und ihren Angehörigen. Unter anderem waren sie dagegen, dass de Juana – der nie Reue gezeigt hat – nun wieder in der baskischen Stadt San Sebastián leben kann – und damit mitten unter ihnen; verhindern konnten sie es aber nicht.