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Wirtschaftsflaute in Großbritannien

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Wirtschaftsflaute in Großbritannien

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Das Verbrauchervertrauen in Großbritannien ist auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen. Der entsprechende Index sank um 11 Punkte auf 51,0. Fehlende Arbeitsplätze verderben die Kauflaune. Laut Umfragen schätzen zwei Drittel der Briten die wirtschaftliche Situation als schlecht ein. Und sie liegen richtig: Dem Vereinigten Königreich steht möglicherweise eine Rezession bevor.

Das Wirtschaftswachstum sank im zweiten Quartal auf 0,2 Prozent – das schlechteste Ergebnis seit Mai 2005. Die Teuerung schnellte auf 3,8 Prozent – der schnellste Anstieg in mehr als zehn Jahren. Auch die Arbeitslosenquote kletterte nach oben – auf 5,2 Prozent. Ein Grund für den Abwärtstrend ist die Hypothekenkrise in Großbritannien. Darunter litten nicht nur die Immobilienbranche, sondern auch die Banken.

Die Währungshüter der Bank von England entscheiden nun an diesem Donnerstag darüber, ob der Leitzins bei fünf Prozent belassen werden soll. Experten gehen davon aus, dass die Notenbank diesen zum vierten Mal in Folge konstant hält. Viel Handlungsspielraum haben sie bei dem geldpolitischen Dilemma nicht. Selbst wenn die Inflation weiter ansteigen sollte, können sie sich keine Zinserhöhung leisten. Die Wachstumsrisiken sind zu hoch.