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Wieder Tote im Konflikt zwischen Georgien und Süd-Ossetien

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Wieder Tote im Konflikt zwischen Georgien und Süd-Ossetien

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Bei neuen Scharmützeln zwischen Georgien und seiner abtrünnigen Provinz Süd-Ossetien sind drei Soldaten der offiziellen Armee getötet worden und mehrere wurden verletzt. Offenbar hatte es auch auf süd-ossetischer Seite Tote gegeben. Nur kurz zuvor hatte Präsident Michail Saakaschwili den Separatisten einen Waffenstillstand vorgeschlagen. Nach dem Besuch zuvor verletzter Soldaten im Krankenhaus wies er die Armee an, Schüsse aus Süd-Ossetien nicht mehr zu erwidern.

Ferner sagte er dass sein Land – entgegen russischer Vorwürfe – keineswegs einen Krieg in der Region vorbereite. Russland sei es vielmehr gewesen, das mit aggressiver Medien-Propaganda Säbelrasseln die Situation verschärft habe.

Beobachter fürchten, dass sich der Konflikt um die nach Unabhängigkeit strebende Region wieder zu einem Krieg ausweitet. Die Europäische Union rief unterdessen beide Parteien zur größtmöglichen Zurückhaltung auf. In einer Erklärung des französischen Ratsvorsitzes heißt es, jede Eskalation solle vermieden werden und ein sofortiger Neubeginn des Dialogs sei nötig. In Washington sagte ein Sprecher der US-Regierung, sein Land und Russland hätten sich geeinigt, gemeinsam an einer Lösung für den Konflikt zu arbeiten.