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Schweres Zugunglück in Tschechien

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Schweres Zugunglück in Tschechien

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Bei einem Zuglück im Nordosten Tschechiens sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Rund 50 weiter wurden verletzt, einige davon schwer.

Der EuroCity aus Krakau war auf dem Weg nach Prag, als er bei Tempo 120 in der Ortschaft Studenka mit Trümmern einer unmittelbar zuvor eingestürzten Brücke zusammenstiess. Die nachfolgenden Waggons schoben sich ineinander.

Unklar war, ob die im Neubau befindliche Brücke wegen des herannahenden Zugs einbrach. An Bord waren viele polnische Rockmusikfans, die zu einem Konzert der britischen Heavy-Metal-Gruppe Iron Maiden nach Prag wollten.

An den Rettungsarbeiten beteiligten sich Teams aus Tschechien und Polen. Die Regierungschefs beider Länder wollten sich zum Unglücksort begegeben, um sich persönlich ein Bild der Lage zu machen.

In Europa ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Zugunglücken gekommen.

Zuletzt waren Anfang 2006 in Montenegro 44 Menschen ums Leben gekommen, als ein Regionalzug entgleiste und in eine 50 Meter tiefe Schlucht stürzte. In Deutschland waren 1998 bei der Katastrophe von Meschede 101 Menschen getötet worden.