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Gefechte im Kaukasus werden immer heftiger

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Gefechte im Kaukasus werden immer heftiger

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In Südossetien, das völkerrechtlich zu Georgien gehört, haben die Kampfhandlungen zugenommen. Nach russischen Angaben nahm die georgische Artillerie erneut die südossetische Hauptstadt Zchinwali unter Beschuss. Der südossetischen Führung zufolge kamen bisher mindestens 1400 Menschen ums Leben.

Eine Bestätigung dafür liegt allerdings nicht vor. Die Gefechte hatten bereits in der Nacht zum Freitag kriegsähnliche Ausmaße erreicht. Der georgische Präsident Michail Saakaschwili sagte, rund 150 russische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge seien nach Südossetien vorgedrungen. Auch seien zwei russische Kampfjets abgeschossen worden.

Der Einmarsch russischer Soldaten ohne internationales Mandat wäre ein Verstoß gegen Völkerrecht. Südossetien hatte sich 1992 von Georgien abgespalten. International wird seine Unabhängigkeit nicht anerkannt, doch Russland unterstützt die abtrünnige Provinz. Der Präsident Südossetiens, Eduard Kokojty, warf Georgien Völkermord vor.

Die Truppen der Region schossen offenbar ein georgisches Kampfflugzueg ab. Georgischen Angaben zufolge bombardierten russische Maschinen einen Luftwaffenstützpunkt, in der Nähe von Tiflis. In der georgischen Hauptstadt wurde in der Nacht zum Samstag das Regierungsgebäude evakuiert.