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Krieg und Flüchtlinge im Kaukasus

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Krieg und Flüchtlinge im Kaukasus

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Die Flüchtlinge sind nicht nur georgische sondern auch russische Staatsbürger. Moskau hat in den vergangenen Jahren etwa 90 Prozent der Südosseten mit Pässen versehen. In Bussen werden viele nach Nordossetien gebracht, das zu Russland gehört. Dort trafen bisher 140 Busse ein.

“Es ist Krieg, es ist Völkermord, man tötet die Menschen am hellichten Tag”, so eine Frau. “Sie haben kein Erbarmen, weder mit schwangeren Frauen noch mit Kindern, es geht nicht um Soldaten.” Eine andere Frau erzählt: “Den ganzen Tag wurde geschossen. Die Nacht haben wir im Keller verbracht. In der Nacht haben die Georgier das Dorf in Brand gesetzt.”

An diesem Samstag werden weitere Flüchtlinge in Nordossetien erwartet. Die Männer sind im Krieg, Alte, Frauen und Kinder verlassen ihre Heimat. Südossetien hat rund 75.000 Einwohner und ist etwa eineinhalb Mal so groß wie das Saarland.