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Mord in Peking

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Mord in Peking

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Trotz eines riesigen Sicherheitsaufgebots ist in Peking am Tag nach der Eröffnung der Olympischen Spiele ein US-Besucher ermordet worden. Ein Chinese hatte zwei Amerikaner und ihre Stadtführerin auf dem historischen Trommelturm mit einem Messer angegriffen. Er erstach einen von ihnen, verletzte den anderen und sprang anschließend in die Tiefe, wobei er sich selbst tötete.

Die beiden Opfer waren Verwandte eines Volleyball-Trainers, heißt es beim amerikanischen olympischen Komitee. Aber die beiden hätten keinerlei äußerliche Merkmale getragen, die sie als Mitglieder der US-Delegation ausgewiesen hätten. 150.000 speziell für die Olympischen Spiele mobilisierte Sicherheitskräfte sollten jede Gefahr bannen. Doch trotz des Zwischenfalls herrscht bei den meisten Besuchern keine Panik.

So etwas könne leider überall passieren sagt eine Frau auf dem Platz des Himmlischen Friedens, man müsse eben vorsichtig sein. Und ein anderer Amerikaner fügt hinzu, es sei schon schade, dass ausgerechnet jetzt so etwas passiere. Bei einem weiteren Zwischenfall mit Olympia-Gästen in Peking warf am Vortag ein junger Mann einen Stuhl auf einen Journalisten aus Neuseeland – der aber nur leicht verletzt wurde.