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Machtkampf in Bolivien.

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Machtkampf in Bolivien.

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Bei einer Volksabstimmung in Bolivien haben die linksgerichtete Regierung und die konservative Opposition ihre Kräfte gemessen. Die rund vier Millionen Wahlberechtigten sollten entscheiden, ob sie für oder gegen die Fortsetzung der linken Reformpolitik von Indio-Präsident Evo Morales sind.

Letzten Umfragen zufolge sah es jedoch nicht danach aus, daß die Opposition die notwendige Mehrheit für ein vorzeitiges Ende der Regierung zusammenbekommt.
Zehn Millionen Einwohner hat Bolivien. 60 Prozent von ihnen leben in Armut. Die Lage in dem südamerikanischen Armenhaus ist gespannt.

Politische Beobachter bezweifeln, daß sich die Verlierer der Abstimmung, der Mehrheit beugen würden. Doch gerade dies hatte Evo Morales während des Wahlkampfes immer wieder verlangt.

Vor allem die Nachfahren europäischer weißer Einwanderer sind gegen die Umverteilungspläne des Präsidenten. Nach ihrer Auffassung werden damit die Indios in den armen Bergregionen bevorzugt.