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Auch viele Ausländer verlassen Georgien

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Auch viele Ausländer verlassen Georgien

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Auch viele Ausländer verlassen jetzt Georgien, angesichts des gefährlichen Konflikts. So sind am Morgen zweihundert Italiener wieder in der Heimat angekommen. Zwei Militärflugzeuge hatten sie nach Rom gebracht. Einer der Zurückgekehrten schildert: “Ein Freund hat mir gesagt, beeil Dich, geh über irgendeine Grenze, egal. Wir haben dann das erstbeste Privattaxi genommen.”

Rund hundert Ausländer kamen in einer ersten Gruppe in Warschau an: die meisten Polen, aber auch einige Tschechen. Zwei weitere Flugzeuge sind heute noch geplant, die Polen an verschiedenen Orten in der Region abholen. “Wir sind aus Gori mit dem letzten Zug weg”, beschreibt hier einer; “sonst ging nichts mehr, kein Bus, kein Kleinbus. Später war klar, die Straße war gesperrt.”

Und auch Israel hat vorerst knapp zweihundert seiner Bürger aus Georgien zurückgeholt; viele waren zu Besuch bei Verwandten. “Drei Bomben sind in der Nähe vom Flugplatz eingeschlagen”, erzählt ein Mann; “gerade, als wir weg wollten.”

Auch zweihundert Deutsche haben laut Außenministerium Georgien verlassen. Dreihundert seien noch da. Die Ausreise sei freiwillig: Wer das wolle, werde per Bus zunächst auf einer sicheren Strecke nach Armenien gebracht. Die deutsche Botschaft betreut auch ausreisewillige Schweizer. Außerdem halten sich noch gut zwanzig Österreicher in Georgien auf. Bei sechs Touristen im Landesinnern versucht das Außenministerium in Wien noch, mit ihnen Kontakt aufzunehmen.

Deutschland, Österreich und die Schweiz haben inzwischen Reisewarnungen für ganz Georgien herausgegeben, also nicht mehr nur wie bisher für die abtrünnigen Gebiete.