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Boliviens Präsident Morales gewinnt Referendum

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Boliviens Präsident Morales gewinnt Referendum

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Boliviens Präsident Evo Morales hat sich bei seinem Volk Rückendeckung geholt: Ein Referendum über seine Politik brachte ihm eine deutliche Mehrheit, nach bisherigen Angaben rund sechzig Prozent. Er kann damit bis zum Ende seiner Amtszeit 2011 weiterregieren.

Von einem historischen Tag spricht Morales vor seinen Anhängern; und er dankt ihnen für eine bereitwillige Beteiligung an diesem wichtigen Schritt zum Ausbau der Demokratie in Bolivien. Hintergrund für das Referendum war der Streit zwischen der Zentralregierung und vier Provinzen, die sich in einem bisher symbolischen Schritt für unabhängig erklärt hatten.

Diese Provinzen werden von den Nachkommen europäischer Einwanderer geprägt: Es sind die reichen Gebiete des Landes, die sich von Morales’ Politik getroffen fühlen, wie der Verstaatlichung der Erdgasförderung. Allerdings wurden auch die Gouverneure dieser Provinzen bei der Abstimmung in ihren Ämtern bestätigt.

Morales ist dagegen der erste Präsident, der aus der einheimischen indianischen Bevölkerung stammt. Die Indios leben vor allem im ärmeren Hochland von Bolivien.